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Contone


Contone, seit kurzem ein Ortsteil der neu gebildeten politischen Gemeinde Gambarogno, liegt an der Strasse, die von Magadino nach Cadenazzo führt, zu Füssen des Monte Ceneri, der die beiden grossen Regionen des Kantons Tessin miteinander verbindet.

Die sich an den Berghang schmiegende Ortschaft wird erstmals im Jahr 1104 erwähnt, als Wido von Samarate die kleine frühmittelalterliche Kirche von San Nicolao wieder aufbauen liess.

Ältere Varianten des Namens sind Gondono, Cantono, Cantone, Contono und Canton.

1258 erscheint auf der Liste der Gebiete der Ortsbürgergemeinde Gambarogno der Name Cantono, während das Verzeichnis der Gebiete der Riviera del Gambarogno 1596 Contone erwähnt.

Contone war in die Geschicke des Konflikts zwischen Como und Mailand verwickelt; im 11. Jahrhundert wurde das Gebiet von Mailand in neun Provinzen unterteilt, denen ein Herzog, ein Graf oder ein Gastalde vorstand.

Contado kam (wie die ganze Region Verbano) zur Grafschaft Stazzona (oder Angera).

Später erhoben Adelsfamilien aus Locarno, denen Friedrich Barbarossa einst Vorrechte eingeräumt hatte, Ansprüche auf den Ort.

Mit der Entstehung der Lombardischen Kommunen bildeten sich in der Region auch die ersten, Vicinanze genannten Gemeindestrukturen, die einen bäuerlich-dörflichen Charakter, eigene Bestimmungen und mehr Freiheitsrechte besassen. Es ist anzunehmen, dass auch Contone sich zu jener Zeit ähnliche Statuten verlieh.

Ab 1219 war Contone Sitz eines Hospizes des Ordens des heiligen Johannes zu Jerusalem, aus dem 1529 der Malteserorden hervorging.

Das Hospiz, mit all seinen Gebäuden, dem Land, den Kirchen und Wäldern, wurde später zur Kommende von Contone, im Besitz des oben genannten Ordens.

So lange die Güter zur Kommende gehörten, war ihre Leitung so genannten «Kommendatoren» anvertraut, die alle von auswärts stammten.

1569 gingen die Besitztümer der Kommende an das zur Gemeinde von Lugano gehörende Hospital Santa Maria.

Bis etwa 1850 waren die Bewohner Contones vor allem Hirten und Bauern und nutzten die unteren Hänge des Monte Ceneri.

Dann änderte sich infolge der Emigration, mit dem Niedergang des Hafens von Magadino und dem Bau der Eisenbahnbau die Bevölkerungsstruktur grundlegend.

In jüngerer Zeit gewann insbesondere der Dienstleistungssektor verstärkt an Bedeutung. Auf den ausgedehnten Flächen der Ebene, die einst Sumpfgebiete waren und nach der  Begradigung des Flusses Ticino trockengelegt wurden, haben sich Industrie- und Gewerbebetriebe angesiedelt.